Klassenfahrt nach Goslar

Klassenfahrt nach Goslar

Während der letzten vollen Oktoberwoche des Jahres 2017 war unser sechster Jahrgang in der Jugendherberge in Goslar zu Gast. Unter der Leitung der beiden Klassenlehrerinnen Frau Mahlstedt und Frau Pries und den männlichen Begleitern Jona Oesterling, ein ehemaliger Schüler, der an unserer Schule ein freiwilliges Jahr absolviert, und Herrn Rodewald erlebten die Schülerinnen und Schüler miteinander offensichtlich eine erlebnisreiche und schöne Woche.

Der erste Tag war geprägt durch einen gemeinsamen nachmittäglichen Erkundungsgang zur und durch die Stadt Goslar. Der Gang durch die Altstadt verriet bereits durch die nicht zu übersehende Verwendung des Schiefergesteins im Hausbau einen Zusammenhang zur Bodenbeschaffenheit des Harzes, und ein Halt an der Kaiserpfalz ließ durch den Eindruck dieses mächtigen Gebäudes erahnen, welche Bedeutung die jeweils Herrschenden dem Harz und speziell der Stadt Goslar zusprachen.
Auf dem Marktplatz wurden die ersten Eindrücke noch erweitert und vertieft. Das dortige Glockenspiel deutete mit seinen heraustretenden Figuren der Sage vom Ritter Ramm und dem ersten Silberfund den Beginn der 1000-jährigen Geschichte Goslars an.
Nach dem Abendessen gab es noch eine Nachtwanderung in Wald und Flur, auf der die Schülerinnen und Schüler auf weitere durch den Bergbau bedingte Einflüsse und Naturveränderungen gestoßen sind.

Durch die Besichtigung des Erzbergwerkes Rammelsberg am letzten Aufenthaltstag schloss sich ein inhaltlicher Bogen zum ersten Tag. Welchen Aufwand und welche Mühen brachte doch die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte auf, um an begehrte Bodenschätze zu gelangen und wie erfinderisch waren wiederum die Menschen, um sich die schwere Arbeit Schritt für Schritt etwas zu erleichtern.

In den dazwischen liegenden Tagen hielt die Besichtigung des Zwingers mit den Ritterrüstungen und –waffen diesen thematischen Bogen aufrecht, zusätzlich gab es aber in vier Blöcken an den Vor- und Nachmittagen einen weiteren Schwerpunkt. Im Außengelände wurden die Schülerinnen und Schüler mit Problemen und Aufgaben konfrontiert, die nur gemeinsam und mit entsprechender weitsichtiger Planung zu bewältigen waren. Oftmals war Versuch und Irrtum ein Wegweiser, um in eine neue, veränderte Strategie einsteigen zu können. Immer wieder war es nötig, Ideen zu entwickeln, diese gegeneinander abzuwägen, eine Einigung zu erzielen und den Umgang mit Rückschlägen und Enttäuschungen zu lernen. Umso größer waren dann die Freude und die Genugtuung, durch Mühen, Frusterlebnissen und Anstrengungen hindurch das gesteckte Ziel erreicht zu haben.

Offensichtlich hat diese Woche den Kindern rund herum sehr gut gefallen und auch die pädagogischen Zielsetzungen wurden mehr als erreicht, so dass man konstatieren darf, dass es wieder einmal eine gelungene Klassenfahrt war.

B. Rodewald

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